Benediktinerkloster Andechs, Bayern

Die Andechser Wallfahrt geht ursprünglich auf Reliquien des später heilig gesprochenen Grafen Rasso (880-954) zurück. Im 12 Jh. wurden diese Reliquien in der Burgkapelle St. Nikolaus aufbewart, blieben jedoch nach der Zerstörung der Burg im Jahre 1246 verschollen. Nachdem die Reliquien wieder auftauchten übernamen 1416 die Augustiner-Chorherren von Diessen die Betreuung der Andechser Wallfahrt. Durch Spendengelder der Pilger entstand dann ab 1423 unter Herzog Ernst von Bayern eine erste gotische Hallenkirche auf dem "heiligen Berg", von der heute noch sichtbare Teile vorhanden sind. Die Gründung des Benediktinerklosters geht auf den Wittelsbacher Herzog Albrecht III. im Jahre 1455 zurück. Die ersten sieben Benediktinermönche kamen vom Kloster Tegernsee. Ein Brand zerstörte 1669 das Kloster fast vollständig, aber bereits 1675 war der Wiederaufbau mit dem heute sichtbaren Glockenturm abgeschlossen. Zum 300-jährigen Jubiläum von Kirche und Kloster (1755) erhielt die Abteikirche eine Rokoko-Ausstattung durch Johann Baptist Zimmermann. Nach der Säkularisation 1803 kaufte König Ludwig I. das Kloster und schenkte es der neu gegründeten Münchner Benediktinerabtei Sankt Bonifaz als Priorat.

Aufnahmen: 11/2004
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