Marienkirche Lübeck, Schleswig-Holstein

Ab etwa 1200 begannen Lübecker Rats- und Kaufleute mit dem Bau einer romanischen Basilika im Zentrum ihrer Stadt. Nach einem Stadtbrand im Jahre 1251 wurde diese Vorgängerkirche nach dem Vorbild französischer gotischen Kathedralen umgebaut. So entstand eine hochgotische dreischiffige Basilika mit der enormen Gewölbehöhe von 38,5 Metern. Möglich war dies nur durch ein ausgeklügelte Strebewerk, das die Seitenwände stützt.

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Vollendet wurde der Bau 1330. Der vollständig aus Backstein errichtete Bau ist der Hauptbau der norddeutschen Backsteinarchitektur. Majestätisch wirken die beiden 125 Meter hohen, spitzen Zwillingstürme. Zusammen mit den Türmen des Domes und den Kirchen St. Jakobi, St.Aegidien und St. Petrie bilden sie die bekannte Ansicht der sieben Türme der Lübecker Altstadt. Bei der Restaurierung von Kriegsschäden ab 1947 wurden gotische Malereien wieder freigelegt, die in der Barockzeit übertüncht wurden. Bild 8 zeigt das beindruckende Antwerpener Retabel von 1518.


Aufnahmen: 6/2010, Quelle: R. Pfefferkorn, Norddeutsche Backsteingotik
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