Santa Maria Maggiore, Rom


Die Patriarchalbasilika Santa Maria Maggiore, die größte Wallfahrtskirche Roms wurde unter Papst Sixtus III (432-440) nach dem Konzil von Ephesos als dreischiffige Säulenbasilika erbaut. Vorher gab es wahrscheinlich bereits ein Marienheiligtum, denn der Überlieferung nach war Papst Liberius im Sommer des Jahres 352 von der Gottesmutter aufgetragen worden, dort eine Kirche zu errichten, wo am nächsten Morgen Schnee fallen werde. Tatsächlich fiel Schnee auf dem Esquilin-Hügel. In der Kirche mit Beinamen »Basilica Liberiana« findet das jährlich wiederkehrende Fest "Madonna delle Neve" am 5. August statt.
Nach dem Betreten der 86 m langen Basilika beeindruckt sofort der Mosaik-Fussboden, ein Werk der Kosmaten aus dem 12 Jh. Ausserdem sehenswert die Kassettendecke aus dem 15 Jh. von Giuliano da Sangallo, das Mosaik an der Apsis von Jacobo Torriti von 1295. Der Baldachin über dem Papstaltar stammt von Ferdinando Figa aus dem 18. Jh. Das Querhaus stammt aus dem 13. Jh, während Roms höchster Glockenturm (75 m) aus dem 14. Jh. stammt. Im Jahre 1377 wurde dieser unter Greogor XI an der Stelle eines Vorgängers erbaut, nachdem der Papst aus dem Exil vom französischen Avignon zurückkam. Auf dem rückseitigen "Piazza dell'Esquilino" steht ein Obelisk, der bis zum Jahre 1587 vor dem Augustus-Mausoleum stand und von Sixtus V. hierher verlegt wurde. Auf dem vorderen Platz steht eine monolithische Säule aus Cipollino-Marmor, die ursprünglich die Maxentius-Basilika am Forum zierte. Diese wurde unter Papst Paul V. im 17 Jh. hierher versetzt. Die Marien-Bronzestatue obenauf stammt von Guglielmo Berthelot. Viele weitere, hier unerwähnte Künstler waren an der Ausstattung von "Roms schönster Kirche" beteiligt.
Aufnahmen: 6/2008
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