Straßburger Münster, Elsaß

Schon unter den Römern gab es in Straßburg eine christliche Gemeinde. Das heute sichtbare Straßburger Münster wurde ab dem Ende des 12 Jh. auf den Resten der von Bränden zerstörten Vorgängerbauten zunächst im romanischen, später im gotischen Stil erbaut.

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Zunächst war nur eine zweitürmige Fassade geplant. Der Bau wurde aber später durch einen Mittelbau über der Fensterrose und einen Turm ergänzt. Baumeister des Turmes war Ulrich von Ensingen während der Turmhelm von Johann Hültz gebaut wurde. Damit war der Bau im Jahre 1439 vorerst abgeschlossen. Die Fassade stammt aus dem 14. Jh und wurde von Meister Erwin von Steinbach und dessen Sohn in einem unverwechselbaren Stil der Leichtigkeit errichtet. Am südlichen Querhaus befindet sich ein zweiteiliges romanisches Portal. An der Westfassade befinden sich drei gotische Portale und am nördlichen Querhaus ein Renaissance-Portal. Das große Tympanon am Hauptportal zeigt als Motiv die "Passion Christi". Um 1550 wurde mit dem Bau der astronomischen Uhr begonnen. Der 142 m hohe Turm war bis ins 19. Jh. das höchste Bauwerk des Abendlandes. Conrad Morant bezeichnetete das Bauwerk 1548 gar als 8. Weltwunder. Die große Fensterrose an der Westfassade hat einen Durchmesser von 13,90 m. 1892 erhielt die Kirche durch Papst Leo XIII. den Ehrentitel "Basilica minor". Den schönsten Blick zum Münster hat man zweifellos von der Aussichtsplattform am "Petite France".
Aufnahmen: 9/2000, 8/2002, 3/2003, 1/2008
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