St. Stephan, Tangermünde, Sachsen-Anhalt


Die Kirche St. Stephan gehört zu den herausragenden Bespielen der norddeutschen Backsteingotik. Die dreischiffige Hallenkirche wurde in der zweiten Hälfte des 14. Jh. begonnen und im späten 15. Jh. vollendet. Als Vorgängerbau ist eine romanische Backsteinbasilika mit apsidialem Chor vor 1188 nachweisbar. Der Südturm blieb bis heute unvollendet, der Nordturm erhielt 1714 seine heutige barocke, mit einer welschen Haube versehenen Gestalt. Die beiden unterschiedlich hohen Türme verleihen dem gewaltigen Westbau sein unverwechselbares Erscheinungsbild und prägen die Stadtsilhouete von Tangermünde. Im Langhaus bilden die weißen Pfeiler mit ihrer ungewöhnlichen achteckigen Form einen Kontrast zu den dunkelbraunen Bänken und verleihem dem Innenraum ein ganz besondere Ausstrahlung (Bild 12). Erwähnenswert ist die barocke Scherer-Orgel von 1624. (Bild 5) Außen fallen die beiden filigran mit Maßwerk verzierten Seitenportale mit ihren kunstvollen Giebeln auf. Der weiße eingeschobenen Kalkputz bildet einen starken Kontrast zu den daneben sitzenden Backsteinen mit ihren unterschiedlichen roten bis gelben Tönen.




Aufnahmen: 7/2010,
Quellen: R. Pfefferkorn, Norddeutsche Backsteingotik; Webseite der Evangelischen Kirchengemeinde St. Stephan
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