Stadt- und Pfarrkirche St. Marien, Wittenberg, Sachsen-Anhalt

Erste urkundliche Erwähnung der Kirche 1180. Ein frühgotischer Bau entstand am Ende des 13. Jh, die heute vorhandene Halle und die Türme entstanden zwischen 1412 bis 1439. 1522 forderte Professor Andreas Bodenstein die Entfernung der Altäre und Bilder, worauf die "Bilderstürmer" fast die gesamte Inneneinrichtung zerstörten. Darauf kehrte Martin Luther von der Wartburg zurück und hielt hier seine berühmten Invokavit-Predigten. Die Wittenberger Stadtkirche ist damit der Ausgangspunkt der lutherischen Reformation. Hier wurde zum ersten Mal die Messe in deutscher Sprache gehalten und das Abendmahl in Form von Wein und Brot an die Gemeinde ausgeteilt.

12 Uhr-Läuten
St. Marien war auch Wirkungsstätte von Johannes Bugenhagen, einem bedeutenden Reformator und Weggefährte Martin Luthers. Im Schmalkaldischen Krieg 1547 wurden die Türme umgebaut, damit Kanonen Platz hatten. Als Ausstattung besonders erwähnenswert ist der Reformationsaltar von Lucas Cranach d. Ä. Zwischen 1980 und 1983 wurde aus Anlaß des 500. Geburtstages Martin Luthers die Kirche umfassend renoviert und bekam eine neue Orgel der Fa. Sauer aus Frankfurt/Oder.


Aufnahmen: 7/2010, Quelle: Ausliegendes Kirchenprospekt
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